heimatlos # 83 – han e chnüppu im nastuech

di ganzi stadt het dr giub

soso_heimatloser knoten_wz

jitz isch dä summer verby | chuum isch’s häu nachtet’s y | han e chnüppu im nastuech i vergisse di nid
schütte wärmuet i schwärmuet | chly vo disem & chly vo däm | fülle mir d’lampe & lääre mi uus
di ganzi stadt het dr giub ligt schyntoteschtill | dr gross bahnhof isch zue
(Büne Huber | Patent Ochsner: Seemanns Wärmuet: Song | Lyrics)

Pic: Copyright by Sofasophia (Draufklick für groß)

Mehr über Sofasophia unter sie & er und in ihren Blogs (siehe Blogrolle).

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* Übersetzung: Jetzt ist der Sommer vorbei | kaum ist es hell, nachtet es ein | habe einen Knoten im Taschentuch und vergesse dich nicht | schütte Wermut in Schwermut | ein wenig von diesem ein wenig von jenem | fülle mir die Lampe & leere mich aus | die ganze Stadt hat den Blues und liegt scheintotenstill | der große Bahnhof ist geschlossen | (Song: Seemanns Wärmuet)

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8 Gedanken zu “heimatlos # 83 – han e chnüppu im nastuech

  1. liebe Soso,
    ich schaue und schaue dieses großartige Bild an, und denke an Tiefe, an Halt und angenehme Verwicklungen, deren Enden lose sind, aber es steckt mehr darin – es berührt mich, noch habe ich nicht die richtigen Worte, es wirkt in mir und wenn dann die Worte kommen, werde ich sie dir noch schreiben, jetzt aber muss es erst noch ein bisschen weiter wirken – danke dafür

    good day, good way
    herzlichst Ulli

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  2. Ich liebe den Blues so sehr wie ich dieses Bild mag. Und dieses Bild hat definitiv den Blues mit all seinen Irrungen & Wirrungen, dem Nahen & dem Fernen, dem Festhalten & dem Loslassen, der Heimat & der Heimatlosigkeit. Das ist der Blues. Vielen Dank!

    Viele Grüße & wieterhin sichere Straßen, Fritsch.

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    1. festhalten wollen und loslassen sollen – darum gehts im zitierten song. die mitte des blues sozusagen, das zentrum des orkans.
      irr und wirr … genau. danke für dein feines hinschauen, lieber florian.

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  3. Wie zärtlich sich der Draht ans Gitter zu schmiegen scheint, sich schlängelnd windet und seine „Fühler“ aufstellt … ein sprechender Gegensatz in Form und Bewegung. Ein Koten will ich nicht entdecken, eher eine versuchte Annäherung.

    Und „scheintotenstill“ finde ich gut:
    Da steckt noch Leben drin, es muss sich nur regen dürfen.

    Gruß, Uwe

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    1. scheintotenstill – eins dieser genialer wortschöpfungen von patent ochsner. knoten kann auch in sich verdrehtes sein, wie jener im taschentuch, der gegen das vergessen helfen soll. auch da: leben, eine spur, eine letzte vielleicht. die fühler, die du ansprichst: ja, die sehe ich nun auch … 🙂
      danke für deine zeilen!

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