Geheimnis # 32 – Nacht II

Nacht II

das Geheimnis der Nacht II

© by Lakritze
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19 Gedanken zu “Geheimnis # 32 – Nacht II

  1. es ist 4.00 uhr morgens.
    er ist noch wach und sieht sie da liegen zwischen den zerwühlten kissen. sie ist so wunderschön, so zart und still im schlaf.
    er geht zum fenster, zündet sich eine zigarette an und schaut in die nacht.
    was mache ich hier, fragt er sich und denkt an seine frau und die kinder.
    in der hotelküche geht das licht an. die frühschicht beginnt.
    das klappern mit tassen und tellern weckt den tag. kaffeeduft steigt ihm in die nase.
    leise zieht er seine jeans über und schleicht aus ihrem leben.

    ein kopfkinofoto liebe lakritze 🙂 und ein ein sehr geheimes dazu. ich wünsche dir einen schönen tag!

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  2. Ein großartiges Bild & genau mein Bild, liebe Lakritze.

    Ich liebe die Nacht, mit all ihren Geheimnissen, Versprechungen, Verlockungen & auch all ihrer Zurückgezogenheit, dem Alleinsein & den möglichen (En)Täuschungen. Die Zeit des Tages, an dem die Geschichten mehr im Kopf spielen, während das Auge in das scheinbar schwarze Nichts starrt & ich jedes mal wieder feststelle, dass das Nichts alles ist, weil es den Raum öffnet, wenn auch nur einen Spalt breit, damit genügend entferntes Licht eindringen kann. Ein Seelenbild für mich. Vielen Dank dafür!

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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  3. Die Nacht ist eben nicht nur schwarz oder grau, nein: sie ist farbig.
    Und ich brauche keine Geschichten zu erfinden, um hier abzutauchen.
    Mir genügt schon das kleine blaue Dreieck, um eine Sehnsuchtsbewegung auszulösen, eine ohne Objekt und ohne Erzählung, nur ein Abdriften ins Unbestimmte.
    So klebt jeder an einem anderen Detail in einem Bild und lässt sich von diesem verführen.

    Gruß, Uwe

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  4. der Blick in einen Hinterhof hinein, ich denke an ein Pensionszimmer auf dem Weg nach irgendwo, der Abend war schon fortgeschritten, als es sich fand … niemand konnte ahnen, dass gegenüber eine Hotelküche war, deren Betrieb am frühen Morgen begann, an Schlaf war nicht mehr zu denken, nur noch ans fotografieren, anziehen, bezahlen und dann weiterziehen, es ruft die Strasse und das nächste Ziel … das blaue Dreieck zeigt die Richtung-

    ein wunderbares Bild, das dazu einlädt ein bisschen zu spinnen und dem Kopfkino Worte zu verleihen- danke dir Lakritze
    herzlichst Ulli

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    1. Danke! Und Du bist übrigens recht dicht dran an dem, was es an Geschichte gibt zu dem Bild: eine Pension, im Hinterhof eine Metzgerei (das blaue Licht sicher damit zusammenhängend, aber mir nicht erklärlich).
      Zu der Metzgerei gibt es eine andere Geschichte, nämlich die, daß ich dort ein Mettbrötchen gekauft und dann nicht gegessen habe, weil die Metzgerin bei der Zubereitung den Eindruck erweckte, als wische sie sich die Finger daran ab, und weil im Laden fürchterliche Musik lief. Eine mir ganz neue Empfindlichkeit.

      Gefällt 2 Personen

  5. Rate erst, von wem das Bild ist, sagte ich mir, und spontan dachte ich: „Lakritze“. Da lag ich ja richtig und das freut mich. Schon wieder so ein Hopper-ähnliches Bild, farbreduziert jedoch, das Schwarzweiß kaum aufgemischt. Hinterhof, Kellerabwärtstreppe, Mülltonne, Gitterfenster, hinter dem vielleicht gearbeitet wird, doch wer weiß schon, für welchen Zweck – das ganz normale und gleichzeitig verborgene geheime stille und doch aktive Nachtleben in einer Stadt. Ich mag das Bild.

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    1. Oh! Das freut mich. Und witzig, wir haben alle ähnliches Werkzeug (so unterschiedlich sind Kameras ja nicht) und dieselbe Welt da draußen, und doch kann man unsere Bilder auseinanderhalten. Wobei es mir wahrscheinlich geht wie allen: ich könnte am wenigsten sagen, was das Typische an meinen Bildern ist; die von euch anderen hingegen kann ich ziemlich sicher zuordnen.

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      1. Ja, seltsam, nicht, dass man das so gut erkennen kann. Und es geht mir wie dir, Lakritze, dass es mir bei den eigenen Bildern am schwersten fällt, „mein“ Merkmal zu erkennen.

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