Hüben und drüben #16 – ONE MORE RAINBOW FOR THE ROAD

© Alter St.-Matthäus-Kirchhof, Berlin, 2014, Florian Fritsch
© Alter St.-Matthäus-Kirchhof, Berlin, 2014, Florian Fritsch

Hüben und drüben: ONE MORE RAINBOW FOR THE ROAD

(c) Florian Fritsch
(Klick macht groß)

Looking at a looking glass running out of time / On a face you used to know / Traces of a future lost in between the lines / One more rainbow for the road / Thinking of the faces in the windows / That you passed along the way / Or the last thing you believed in / Ain’t you come long way / Ain’t you come a long way down / This old road (Kris Kristofferson)

Mehr von und über Florian Fritsch gibt es auf der Pixartix-Gästeseite und bei Hobokollektiv.

14 Gedanken zu “Hüben und drüben #16 – ONE MORE RAINBOW FOR THE ROAD

  1. Alle müssen dahin. Diesem Drüben entkommt niemand.

    Schön aber, dass es Orte gibt, an denen wir angehalten sind, oder besser: an denen wir eingeladen werden, mit den Toten zu „kommunizieren“.

    Gruß, Uwe

    1. Ein einladender Ort … das gefällt mir gut, Uwe. Zumal es sich tatsächlich um eine andere Art der Kommunikation handelt. Es hört nicht auf, es ändert sich nur. So wie diese Straßen zwischen hüben & drüben nicht aufhören. Sie ändern sich nur.

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

  2. Regenbögen für den Weg? Aber hier ist doch schon Endstation. Es sei denn, man wäre nur auf Besuch; dann mag man Erinnerungen und Geschichten mitnehmen.
    Sehr gefällt mir übrigens, daß dieser Friedhofsarbeiter schwarz gekleidet ist. Bei uns sehe ich da eher Blaumänner.

    1. Endstation? Nein, liebe Lakritze. Hier beginnt ein neuer Weg. Und er beginnt mit einem schwarz gekleideten Berliner Original. Was in diesem Fall der beste Beginn eines neuen Weges ist. Endstadtion wäre es nur, wenn die Erinnerung aufhören würde. Das tut sie aber nicht. Vielen Dank!

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

  3. titel und friedhof-bild zusammen berühren mich sehr.
    du hast das bild gemacht, das ich im kopf hatte für diese ausstellung, aber noch immer nicht geschossen hatte. ich werde es lassen, denn deins ist genau richtig. und dazu das regenbogenlied …
    danke für diesen hüben-und-drüben-aspekt!

    1. Wenn die Berührung geklappt hat, freut mich das sehr, soso. Auch ich hatte beim Zusammenstellen meiner Bilder für diesen ganz vorzüglichen Zyklus als erstes dieses Bild im Kopf. Du siehst auch in diesem Sinne funktioniert das hüben und drüben … hüben Du mit Deinem Gedanken, drüben ich mit dem selben Gedanken … wunderbar. Vielen Dank!

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

  4. Für mich ist dieses Foto eine fein gelungene Metapher innerhalb dieses Projekts.
    Hüben und Drüben scheint hier für mich aufgelöst. Wo das Vergangene beginnt, hat das Aktuelle aufgehört zu sein. Vielleicht. Und dieser kleine Zwischenraum lässt sich an Orten der Trauer und des Loslassens vielleicht noch am besten erkennen oder erspüren.

    Herzlichen Dank, liebe Florian,
    mb und dm

    1. „Wo das Vergangene beginnt, hat das Aktuelle aufgehört zu sein.“
      Ich sage einfach mal danke, Ihr Beiden. Besser hätte ich das nicht ausdrücken können.

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

  5. ich erinnere mich an dieses Bild, lieber Florian, heute, wie damals gefällt es mir sehr, und heute denke ich, dass es doch gut ist zu wissen, dass noch jemand um die Grabstätten herumfegt, wenn ich schon längst drüben angekommen bin, obwohl ich auch nix gegen ein paar bunte Blätter auf dem Grab habe und hätte …

    ein feines Bild, still und berührend
    herzlichste Grüße
    Ulli

    1. Der Mensch wird begraben. Die Gedanken leben weiter. Und die bunten Blätter kommen, werden gegangen & kommen ganz sicher wieder. Ein ständiger Wechsel zwischen hüben & drüben. Vielen Dank, Ulli!

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

  6. Hier wird wohl der stärkste Gegensatz von Hüben und Drüben verbildlicht, hier ist jemand nicht mehr hier, sondern auf der anderen Seite, unter der Erde, jedenfalls der Körper ist nicht mehr im Hüben. Das Grab ist bald fertig, schon ist Erde auf dem Sarg und wird geharkt, bevor die Bepflanzung es schmücken wird. Der gebeugte schwarz gewandete Friedhofsgärtner, seine gebeugte Haltung (fast ein Sensenmann) der schwarze Schatten vorn links – das ist ein Bild, das unter die Haut geht, Fritsch. Als ich es das erste Mal anschaute, fielen mir gar keine Worte dazu ein.

    1. Vielen lieben Dank für die Worte, die Dir dann eingefallen sind, rotewelt. Und ich mag es sehr, wenn die Bilder mehrmals angesehen werden, bevor die Gedanken dann spruchreif sind! Und ich freue mich sehr darüber, wenn das ein oder andere Bild es schafft unter die Haut zu gehen. Es war ein schöner, klarer & sonniger Tag. Es war eine Beerdigung voller Würde, Ruhe & ja, es war ein schöner Abschied.

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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