12 Gedanken zu “Hüben und drüben #8 – Man weiß ja nicht, was drüben ist

  1. vielleicht besser, nicht alles zu wissen?

    ein geniales bild, bei dem ich mir mal wieder sehr bildhaft vorstellen kann, wie frau lakritze es aufgenommen hat. was wir doch nicht alles für ein gutes bild tun! 🙂

  2. Manchmal scheint es , als ob wir auf Knien, den Wg von hüben nach drüben antreten, nur um am Ende aufrecht gehend in das Licht zu treten. Von innen nach aussen & zurück. Von ganz unten nach ganz oben. Und immer die Perspektive wechseln. Das macht es so unglaublich interessant. Ein ungewöhnlicher Blickwinkel & ein tolles Bild, Lakritze!

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

  3. Auf die Knie fallen – eine Geste der Kapitulation, der Demut, der Ehrerbietung, der Erschüpfung … Hier geht es wohl eher darum, einen anderen Stand- und Blickpunkt einzunehmen. Dem Boden näher sein, um dort etwas in Augenschein zu nehmen oder eine Spur zu verfolgen.

    Was werden die Umstehenden gedacht haben oder gar die Beter, die es ja in Kirchen auch noch, neben den Touristen und den „Super-Touristen“ (=Fotografen), geben soll und für die sie einmal gebaut wurden?

    Man weiß nicht, was drüben ist, das ist richtig. Solange aber ein Lichtstrahl uns trifft, dürfte das Ankommen nicht so enttäuschend ausfallen.
    Man weiß aber auch nicht, was hüben zu sein bedeutet, wenn man immer nur nach drüben schielt.

    Gruß, Uwe

    1. Letzteres unterschreibe ich!
      Ich gebe zu, ich fühle mich voyeuristisch, wenn ich zu Besichtigungen in Kirchen gehe, abhängig von der Atmosphäre, die dort herrscht. Diese Kirche ist aber ein derartiges Touristenspektakel, da wird man seltsam angeschaut, wenn man ohne Kamera herumläuft …

  4. Genau, man weiß ja nicht, was drüben ist. Deshalb robbt man sich langsam heran, ein bisschen ehrfürchtig und klein fühlt sich der Mensch dann doch angesichts dessen, was „da oben“ oder hüben auf ihn wartet. Aber hell ist es dort, sehr hell, fast gleißend und das macht alles noch ungewisser und undurchschaubarer. Ein Foto mit einer ungewöhnlichen Perspektive, klasse, Lakritze!

    1. Danke! Mir fehlt da zwar der direkte Zugang, aber ich kann gut verstehen, wieso die Baumeister in dieser Spielart der Romanik auf Goldmosaiken setzten. Eine sehr eingängige Metapher.

  5. nein, liebe Lakritze, wir wissen nicht was uns drüben erwartet, auch nicht, wenn wir auf den Knien liegen, um ein feines Bild aufzunehmen … einfach nur grandios-
    da ich nun wieder im Wendland an einem Fremdrechner hocke, kann ich leider nicht liken, but I like it 😉

    herzliche Grüsse Ulli

  6. Für mich ist es ein Bild, eine Wahrnehmung, die mich sofort anspricht!
    Wie eine Kirchenmaus sitze ich hinten auf dem kalten Boden, schaue den langen Gang entlang und stelle mir vor, wer hier bereits über diesen Boden entlang der Bänke gegangen oder geschritten ist. Vielleicht der ein oder andere zum Licht hin. Und eventuell blieb jemand mal stehen, zögerte, bevor er den Altarbereich erreichen konnte. Wie auch immer … … meine Phantasien werden durch dieses feine Foto schön angetrieben …

    Herzlichen Dank dafür, liebe Lakritze

    1. Das freut mich! Mir geht es ähnlich. Während der reale Kirchenraum eher Kunstausstellungscharakter hatte, sehe ich auf dem Foto in der Unschärfe wieder etwas von dem Zauber, dem Brimborium, dem überwältigenden Eindruck, den das jahrhundertelang auf die Gläubigen gemacht haben muß. Danke!

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