Hüben und drüben #7 – Suitcase Full Of Clothes

© Stille, Berlin, 2014, Florian Fritsch
© Stille, Berlin, 2014, Florian Fritsch

Hüben und drüben: Suitcase Full Of Clothes

(c) Florian Fritsch
(Klick macht groß)

If the walls in the room could talk / I wonder to myself, would they lie? / It’s like some kind of jail / Beams of light fall through the curtains onto the bed / I’m all alone now, I can do as I please / I don’t feel like doing much of anything (Ryan Adams)

Mehr von und über Florian Fritsch gibt es auf der Pixartix-Gästeseite und bei Hobokollektiv.

Advertisements

11 Gedanken zu “Hüben und drüben #7 – Suitcase Full Of Clothes

  1. von hüben nach drüben, von Innen nach Außen und zurück, das sind die Wege, lieber Florian, die wir gehen, immer und immer wieder, manchmal scheint das Leben nur außerhalb von uns statt zu finden, ein anderes Mal sind wir mittendrin, mal halten wir die Hand eines/einer anderen, er/sie unsere und dann wieder halten wir nur uns selbst, alles zu seiner Zeit, nicht wahr?

    einen feinen Blick von Innen nach Außen zeigst du uns hier …
    good days and ways …
    herzlichst Ulli
    auf dem Sprung zurück in den Norden

    Gefällt mir

    1. Das schwarzweisse Blues-Kaleidoskop mag ich sehr, soso. Und der Blick hindurch ist immer irgendwie besonders, insbesondere wenn er aus dem stillen Raum hinaus in das Licht führt. Vielen Dank.

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

      Gefällt 1 Person

  2. Von hüben nach drüben ist es zunächst nur ein Blick. Und drüben ist es ein erneuter: von hüben und drüben, von links nach rechts oder umgekehrt. Aus wie vielen Perspektiven und Blickwinkeln lässt sich etwas erahnen, beschreiben, interpretieren oder sogar verstehen?
    Herzlichen Dank, lieber Florian, für dieses vielschichtige und erzählende Foto! Es gefällt mir sehr!

    mb

    Gefällt mir

    1. Diese schier unendliche Anzahl von Perspektiven & Betrachtungswinkeln kann einen schon mächtig verwirren. Gut, wenn man einen ruhigen Raum hat, um die Augen zu entspannen & so gleich erneut mit dem Betrachten, der Suche & den spannenden Perspektivwechseln zu beginnen. VIelen Dank, mb!

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

      Gefällt mir

  3. Suitcase full of clothes… Sind sie noch von ihr? Oder sind es die des im Zimmer Zurückgebliebenen, der nun alle Freiheiten hätte, alles zu tun oder nichts…? Wie immer bei dir bilden Bild und Songtexte eine wunderbare Einheit, Fritsch! Der da von innen nach Außen auf die Fassade eines anderen Inneren schaut, könnte seine Sachen nehmen und einfach aus dem Fenster steigen, dieser Drang regt sich bei mir, wenn ich das Bild anschaue. Aber auch hier finde ich das Außen, das Drüben, nicht verlockender als das Innen/Hüben. wer weiß, was hinter der anderen Fassade, hinter den anderen Fenstern geschieht; das Glück scheint das Drüben, jedenfalls derzeit, nicht zu versprechen.

    Was ich noch sagen will: Ich finde, dass deine und Walters Fotos eine Welt abbilden, wie sie meiner Wahrnehmung des typisch Deutschen entspricht, ob es nun um Häuserfassaden oder Innenräume geht. Ich persönlich empfinde „unsere“ dominierende Nachkriegsarchitektur als außerordentlich kalt und so gar nicht anheimelnd und finde, eure Bilder drücken das sehr gut aus! Aber es ist nur das, was ich fühle, jeder Betrachter sieht ja sein eigenes Ding.

    Gefällt mir

    1. Vielen Dank, rote Welt!

      Bei dem Blick aus dem Fenster handelt es sich um den Seitenflügel eines Berliner Altbaus, der um die letzte Jahrhundertwende gebaut wurde. Einst bildeten die Seitenflügel die Verlängerung der gutbürgerlichen Wohnungen, die dann nach dem Krieg zu eigenen Wohnungen wurden.

      Der Blick geht hinaus in den Innenhof, in dem zweimal im Jahr die Gemeinschaft der Mieter zum Grillen & zum Glühweintrinken zusammen kommen.

      Der Blick aus einem meiner Fenster, irgendwie Heimat für mich, der ich in den letzten zwei Jahren viel zwischen hüben & drüben hin & her wanderte. Und es nach ein paar Wochen im schönen Berlin-Schöneberg nicht lassen kann, den Koffer packe & wieder auf dem Weg bin.

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

      Gefällt mir

      1. Danke dir für die ausführliche Erklärung, Fritsch, nun wissen wir mehr. Die Erinnerung an das gemeinsame Leben im Innenhof weckte sicher so eine Art Heimweh an den Stadtteil – hat ja auch schöne Ecken! Ja, in Berlin gibt es noch viele Altbauten, zum Glück! Dann wünsche ich dir eine gute Zeit in Berlin-Schöneberg, auf dass du daran später auch schöne Erinnerungen haben mögest!

        Gefällt mir

  4. Allenthalben Rahmungen: Eine Komposition aus vertikalen und horizontalen Linien inmitten eines Ausschnitts, in dem wiederrum ein schwarzer Rahmen um einen weiteren hellen Ausschnitt gelegt wurde. Und selbst die optische Irritation, die Spiegelung der Fenster im rechten Bildteil, erscheint als gerahmtes Bild im Bild.
    Rahmen also: Sie begrenzen unseren Blick, geben ihm aber auch Halt. Sie isolieren das Motiv von seinem Kontext und lassen zugleich die in seinen Grenzen abgebildeten Dinge in eine Beziehung treten. Sie zerstückeln das Sichtbare in Ausschnitte, die dadurch aber erst für unsere Sinnzuweisungen zugänglich werden.
    Was wäre also dieser Blick in einen Innenhof und auf eine gegenüberliegende Fassade mit Fenstern OHNE die Rahmung in Schwarz?! Sie allein ist es, die uns die Schwelle zwischen Hüben & Drüben bewusst macht. Und ohne diese Schwelle gäbe es kein Hüben & Drüben.

    Gruß, Uwe

    Gefällt mir

    1. Nur wer denn Rahmen kennt, kann die Schwellen überschreiten. Denn, da hast Du völlig Recht Uwe, es sind die Rahmen, die den Blicken Sinn geben & sie zugleich frei machen, wenn man den Schritt nach draußen, nach drüben & nach hüben macht. Und genau diese Tatsache, macht das Sehen jeden Tag wieder zu einem unglaublichen Abenteuer, auch auf die GEfahr hin, sich manchmal zwischen hüben & drüben zu verwirren. Vielen Dank!

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s