13 Gedanken zu “Fadenschein #35 – eindeutig

  1. Wie eindrücklich das Flüchtige sein kann.

    Ob der Schönheit dieser Reflexionen und der Zartheit der Farben vergesse ich ganz Form und Funktion des dargestellten Gebäudes und genieße nur das kurze Spiel des Lichts, das hier stillgesetllt wurde. Es kommt mir wie ein Spuk vor, eine momenthafte Erscheinung, wie wir sie aus Märchen kennen. Eine Zauberei, eine magische Projektion, und doch nur ein hinfälliges Stück Schein.

    Zum Glück gibt es die Fotografie, diese Kunst der Lichtzeichnung, die unseren Eindrücken ihre Flüchtigkeit nimmt und uns Zeit schenkt – Zeit zum beliebig langen Betrachten von kurzlebigen Augenblickserscheinungen.

    Gruß, Uwe

    1. Du hast einen sehr schönen Kommentar geschrieben, lieber Uwe, das gefällt mir hier: „Es kommt mir wie ein Spuk vor, eine momenthafte Erscheinung …“.
      Und da Du es schon erwähnst, das Glück: manchmal hat man einfach Glück, im Vorbeigehen (hier mit Hund) auf ein Phänomen, eine Besonderheit zu stoßen, mit der man überhaupt nicht rechnen konnte. Es wird einem geschenkt, und es ist nicht verkehrt, dann die Kamera dabei zu haben … …

      Danke Dir, mb

  2. Herrlich — das Licht malt sich selbst; und wie leicht das scheint! (Und weil Du das Bild „eindeutig“ genannt hast, sehe ich natürlich lauter Zweideutigkeiten darin.) Großer Spaß!

    1. Da freu ich mich doch, liebe Lakritze, wenn Du lauter Zweideutigkeiten siehst, die mir jetzt fehlen, da ich ja um Ort, Zeit und Gebäude dieser Abbildung weiß. Daher betrachte ich auch lieber die Bilder der anderen …

      Danke Dir, mb

  3. Und so scheint jede Eindeutigkeit doch nur fadenscheinig zu sein. Was man aber von diesem Bild in keinem Fall behaupten kann, denn eindeutig ist hier die große Lichtbildkunst am Werk. Ein Bild, dass die Quintessenz der Fotografie einfängt. Und eindeutiger geht gar nicht, auch wenn das Spiel des Lichts manchmal arg fadenscheinig wirkt. Wunderbar mb!

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

  4. Wunderbar eindeutig mehrdeutig, denn ich sehe 2 Delphine die Sprünge vollführen und mich dabei in ihr Spiel integrieren indem ich fasziniert dieses Bild betrachte.

    1. Zwei Delphine sehe ich (erst jetzt) auch! Ich hatte schon befürchtet, jemand könnte hier auf eine Raucherecke hinter dem Eingang schließen … 😉
      So oder so danke ich Dir herzlich für Deinen Kommentar,

      mb

  5. die Leichtigkeit der Wolken, die Schwere der Gitter darunter … für mich ist dies ein sehr poetisches Bild, das ich gerne länger betrachtet habe

    herzliche Grüße Ulli

    1. Danke Dir, liebe Ulli! Eigentlich sind es keine Wolken (und auch keine Delphine), die sich hier auf der Hausfront oberhalb des Eingangs abbilden. Stattdessen spiegelt sich die verglaste der Eingangsdecke auf der Hauswand. Eine Hauswand, die man ganz leicht als Himmel sehen und wahrnehmen kann … darin liegt wohl das Täuschende des Bildes und die … Uneindeutigkeit.

      Ich freue mich, dass Du es als ein poetisches Bild wahrnimmst,
      herzlich, mb

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.