elementar #47 – Dach

solm_Bauwagen

elementar: Dach überm Kopf

(c) Solminore
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12 Gedanken zu “elementar #47 – Dach

  1. Durch die verstaubten Scheiben konnte man auf einem Tisch eine leere Bierflasche erkennen; und eine Art Holzskulptur. Es sah bewohnt und zugleich verlassen aus. Und irgendwie unzugänglich, entrückt.

    (Ob tiny house oder Provisorium — Hauptsache Ruhe.)

  2. klein, aber mein. und hauptsache dach. das bild spricht von abenteuerlichem leben. und natürlich spinne ich bereits wieder geschichten zur bewohnerin oder zum bewohner dieses wohnwagens.
    eine feine umsetzung des dach-überm-kopf-themas!

  3. ja, das Dach über dem Kopf ist allerdings elementar, wenigstens für mich. Ein Leben aber in einem Bauwagen stellt schon besondere Aufgaben. Ich kannte in Berlin einige, die in einem solchen lebten, aber mit zwei Kindern entschied ich mich dagegen. Dieser hier sieht auch eher unbewohnt, aber genutzt aus, vielleicht ist es ja nur eine Ausweichmöglichkeit … wie auch immer noch, ich mag das Bild sehr!

    herzlichst Ulli

    1. Mein Eindruck war: Aufenthaltsraum für Waldarbeiter.

      Für sich alleine kann man beliebig radikale Lebensentscheidungen treffen, aber eben nicht mit Kindern. Die sind den Schrullen ihrer Eltern ausgeliefert und können nicht selbst entscheiden, ob sie den Mist mitmachen wollen oder nicht. Ich fürchte, so manche Revolution findet genau aus diesem (guten) Grund nicht statt.

  4. Ein Bauwagen im Wald, in keinem besonders guten Zustand, mit geflickten Wänden, aber mit intaktem Dach und Ofenrohr, also bewohnbar und womöglich bewohnt, an einem Ort, der durch die Sepia-Färbung ein wenig der Zeit und der Gegenwart entrückt scheint – ein Ort des Rückzugs, der zeitweiligen Weltabkehr, um Ruhe und Selbstbesinnung zu finden. So jedenfalls lege ich es mir zurecht und denke dabei an jene Zeilen, die H. D. Thoreau in seinem Buch „Walden oder Leben in den Wäldern“ schrieb: „Ich zog in den Wald, weil ich den Wunsch hatte, mit Überlegung zu leben, dem eigentlichen, wirklichen Leben näher zu treten, zu sehen, ob ich nicht lernen konnte, was es zu lehren hätte, damit ich nicht, wenn es zum Sterben ginge, einsehen müsste, dass ich nicht gelebt hatte.“

    Und wenn sich alles auch ganz anders mit diesem Bild und seinem Sujet verhält, so bin ich doch dankbar, durch seine Betrachtung an das Buch von Thoreau erinnert worden zu sein.

    Gruß, Uwe

  5. Ein Dach über dem Kopf & ein Zufluchtsort. Eine elementare Sehnsucht, die schon seitdem ich mich kenne in mir wohnt. Und so vereint dieses wunderbare Bild tatsächlich die für mich elementare Dinge: Bewegung, Ruhe, Sehnsucht & Inspiration. Danke, Solminore!

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

  6. Jetzt fällt mir wieder ein, was mir zu dem Bild einfiel (jaja, die Tagespolitik): Abhörsicher. Hier könnte man vielleicht wirklich ungestört und ungeortet sein, zumindest zeitweise.

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