elementar #8 – Garage

/lost in the wilderness/
/lost in the wilderness/

elementar: Garage, Velten 2013

(c) Florian Fritsch
(Klick macht groß)

You see man made the cars that take us over the road / Man made the train to carry the heavy load / Man made the electric light to take us out of the dark / Man made the boat for the water like Noah made the ark / This is a man’s, man’s, man’s world but there wouldn’t be nothing / Nothing without a woman or a girl (James Brown)

Mehr von und über Florian Fritsch gibt es auf der Pixartix-Gästeseite und bei Hobokollektiv.

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15 Gedanken zu “elementar #8 – Garage

  1. ich muss über den song kichern.
    in meinem kopfkino läuft ein film: der kerl mit nacktem ölverschmiertem oberkörper, natürlich bizeps bis zum abwinken, in der hand einen lappen, mit dem er die letzten fingerabdrücke auf der carrosserie des roten karrens abwischt. sie auf dem einzigen sauberen stuhl in der garage, im petticoat, blond, eine zigarettte mit langem filter in der hand, die sie aber noch nicht anzünden darf. laszive blicke hin und her …
    na, was sagst du nun, babe, raunt er ihr zu …
    und so weiter.

    der andere film sind kindheitserinnerungen an die werkstatt in meinem elternhaus, weniger für autos (hatten wir keins), als für fahrräder und alles andere mögliche. (m)ein paradies für mich als kind! und noch heute eine der schönsten kindheitserinnerungen, wie ich mit meinem vater selbst ausgedachte möbel baue oder dinge repariere.

    danke für die beiden kopfreisen, lieber florian. auch fantasie ist elementar!

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    1. Bitte schön, soso. Das schöne an den Kopfreisen ist die Unendlichkeit der Wendungen, die sie nehmen können. Und beide Reisen, die Du erzählst, sind ganz & gar wundervoll. Danke dafür!

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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  2. Was für eine geniale Kombination aus Song und Foto!

    Ja, Werkzeuge, mit denen wir Menschen uns die Welt ein- und zurichten, sind elementar. Und die Räume, in denen sie in einer Ordnung lagern und bereitliegen, sind Orte, wo Hand und Kopf, Motorik und Fantasie zusammen etwas herstellen, um zu … Dieses Machen, um zu … gewährt Freiheit, Selbstbewusstsein und Anerkennung, für jeden und jede.

    Was für ein Reichtum der Details und der Grauwerte auf diesem wunderbaren Foto. Es ist für sich genommen ein Dokument großer Liebe – der Liebe zum Medium Fotografie und ihrer dokumentarischen Funktion, aber auch der Liebe zum Besitzer dieser Garage, wie ich vermute.

    Und die Kopfreisen, die es (in Kombination mit dem Text) ermöglicht und von denen Soso schon zwei zum Besten gegeben hat, sind Legion, weil das Sujet so nah dran ist an unseren eigenen FluchtTRäumen im Alltag. Obgleich:
    Werkstätten, Hobbykeller, Kruschtelecken und dergleichen können auch die Hölle sein!
    Aber davon spricht dieses Bild nicht, oder?

    Gruß, Uwe

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    1. Nachtrag. Gerade eben ist mir eine Liedzeile bei Rainald Grebe untergekommen, die man auch als humorige subscriptio Deines Fotos nutzen könnte:
      „Wenn die Liebe geht, bleibt das Hobby“.
      Gruß, Uwe

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      1. Ein Ort des Schaffens & manchmal auch ein Ort des Scheiterns. Aber das gehört ja zum Schaffen. Kein Hölle hier, nur die Liebe des Besitzers zu seinem FluchTRaum. Und manchmal emstehen schöne Dinge mit viel Liebe zum Detail. Und genau das wollte ich mit diesem Bild zeigen, denn auch manches Bild lebt von den Details. Vielen Dank, Uwe!

        Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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  3. … und wieder so ein sehr sinnliches bild, denn neben all den werkzeugen kann ich die werkstatt riechen, die für mich allerdings nicht wild daher kommt, wie es dein titel (vielleicht) suggerieren will.

    mann sucht frau – frau sucht mann – alle atome wollen sich mit anderen verbinden (schreibt linus reichlin), bis auf eines, das heliumatom. da stellt sich die frage, wer von uns menschen ist ein heliumatom – ich nicht … reichlin schreibt aber auch über die liebe, und dass sie eine bereitschaft braucht zu leiden, neben dem bedürfnis nach glück, das liebe immer zuerst impliziert … man´s world ist vielleicht nicht so verschieden von woman´s world, wie wir gerne glauben wollen oder man uns glauben machen will …

    danke florian, für bild und text
    herzliche grüße ulli

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    1. Die Kunst zu erkennen, daß alle in einer Welt leben, hat vielleicht auch mit solchen Orten zu tun. Hier wird für alle gebaut, unabhängig von Geschlecht, Schulabschluss & sonstigen Unterschieden. Danke, liebe Ulli!

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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  4. Was für eine herrliche Aufnahme! In dieser Garage lässt sich ein Leben zusammenzimmern, und, wenn nötig, die Seele reparieren, … vom tropfenden Wasseranschluss einmal ganz abgesehen. Eigentlich haben es Männer so einfach. Bei Seelenpein aller Art begeben sie sich in den nächsten Baumarkt, kaufen ein kleines Hämmerchen für die große Werkzeugkiste, und alles wird gut.
    Ein ganz starkes Bild, lieber Florian!
    Viele Grüße von uns!
    dm

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      1. Es ist immer gut, sich zu den beiden Seiten in einem zu bekennen. Und der Frauenanteil in Baumärkten nimmt insbesondere im eher ländlichen Raum deutlich zu.

        Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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    1. Seelenort das ist er wohl. Gedankenplatz auch. Und in der Ecke hängt auch der entsprechende Kalender mit leicht bekleideten Mädchen. It’s a man’s world … in diesem Fall. Danke, Dieter!

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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  5. Für mich sieht das gar nicht nach Verlorenheit aus, dieses Dickicht von Ordnungen. Hätte mich auch nicht als erstes an „Mann“ erinnert, aber wenn Du das sagst … Selber bekomme ich so was nicht hin, aber derlei Ordnungen ziehen mich an, ich betrachte sie gern, eben wie ein Bild. Da schließe ich mich dm an: sieht aus wie das Hauptquartier eines Tausendsassas, der für wirklich jede Schraube den richtigen Schlüssel hat oder machen kann.

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    1. Ein jeder hat halt seine eigenen Ordnung. Ich bin allerdings meistens auf der Suche nach den richtigen Schlüsseln. Dieser Tausendsassa hat aber wirklich alle richtigen Schlüssel & dank seiner eigenen Ordnung, diese auch in Windeseile gefunden. Ein Teufelskerl, sage ich Dir … nichts was nicht irgendwie repariert, umgebaut oder neu erschaffen werden kann. Vielen Dank, Lakritze!

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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