heimatlos # 26 – wohin?

Wohin?

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15 Gedanken zu “heimatlos # 26 – wohin?

  1. Rückwarts schauen & vorwärtsfahren. Den Bus nehmen & am Ende feststellen, daß man immer wieder am Ausgangspunkt ankommt. Den Koffer voller Erinnerungen dabei & doch immer neue Erinnerungsstücke hineinlegen, die am Wegesrand aufsammelt. Irgendwann aussteigen & im Schatten der Bäume ausruhen, die Stille ohne Motorengeräusch geniessen. Auch ein Gefühl von Heimat auf den Wegen in der ewigen Heimatlosigkeit.

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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    1. Lieber Florian,

      und das stimmt hier auf jeden Fall: „Rückwärts schauen & vorwärtsfahren.“ Als ich das Foto aufnahm, saß ich recht früh am Morgen in der Straßenbahn und schaute in den Wagen, der hinter jenem, in dem ich saß, angekoppelt und gänzlich leer war. In meinem Koffer der Erinnerungen tauchte recht schnell der Gedanke an „Heimatlosigkeit“ auf, und es war purer Zufall, dass ich meine Kamera dabei hatte.

      Danke Dir für Deine ganz eigene Geschichte dazu,
      Herzliche Grüße, mb

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  2. ein vexierbild … beim ersten mal hinschauen, wusste ich nicht, wo ich bin. heimatlos suchte ich einen bekannten punkt, bis ich begriff: ich bin allein im bus von irgendwo nach nirgendwo.

    zum bild verdichtete einsamkeit!

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    1. Danke liebe Soso, auch für DEINE Seh- und Sichtweise zu diesem Foto!
      Mich hat hier gereizt, was mir häufig gefällt und eine Art wohliges Unbehagen in mir auslöst: Wenn Räume, Orte – üblicherweise voller Menschen – ganz unerwartet menschenleer sind.
      Normalerweise ist die Straßenbahn, mit der ich zur Arbeit fahre voller Menschen, die sich irgendwie aushalten und miteinander arrangieren müssen. An diesem Tag war die angekoppelte Bahn menschenleer. Das war ungewöhnlich und .. reizvoll.

      Herzliche Grüße und vielen lieben Dank erneut für Euer feines Projekt hier,
      mb

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  3. Der Blick ist nach hinten gerichtet, dorthin, woher man kommt, was man verlassen hat. Auch der Verlauf der Unschärfe zieht den Blick nach hinten, aus dem Fenster heraus, wo sich undeutlich ein Waldrand mit Bäumen zeigt. Und die Haltegriffe und wie sie im Gastraum verteilt erscheinen, bilden eine Flucht nach hinten.
    Man wähnt sich also in einem vorwärts fahrenden Bus und der Blick geht zurück. Ein Sinnbild es Lebens, das vorwärts gelebt und rückwärts gedeutet wird?!
    Gruß, Uwe

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    1. Lieber Uwe,

      ich glaube, man kann es genau so sehen, wie Du es schön beschrieben hast: auch als Sinnbild des Lebens. Obwohl es immer weitergeht, der Blick nach vorne gerichtet ist, sind wir doch alle auf den rückwärtigen Blick, auf das Vergangene angewiesen, um das Zukünftige deuten zu können.
      Ganz herzlichen Dank, lieber Uwe, für Deine feinen Gedanken,

      mb

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  4. Liebe mb …

    Das ist ein wirklich wundervolles Bild. Voller Aufbruchsstimmung, aber nicht enthusiastisch, sondern mit einem großen Gewicht an Ungewissheit. Ich empfinde es so. Danke dir …

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  5. Ein Bild, das auf den ersten Blick verwirrt. Wo bin ich hier? Ach, in einem Bus (einer Straßenbahn, wie ich lese). Es bleibt verwirrend. Hier mischen sich Richtungen und Dimensionen, Nähe und Tiefe/Hintergrund. Dazu die die Ruhe störenden grafisch-unruhigen zackigen Muster der Sitzbezüge (wer denkt sich bloß sowas aus?!). Wie soll man hier zur Ruhe kommen, wie soll man hier wissen, wohin? Ein vieldimensionales Foto, dm, klasse, dass du deine Kamera dabei hattest!

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