heimatlos # 24 – verloren in der Zeit

Verloren in der Zeit

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9 Gedanken zu “heimatlos # 24 – verloren in der Zeit

  1. was er wohl so denkt, dieser alte mann? ist er einsam, heimatlos, verwitwet?
    als käme er aus einer zeit, in der die uhren noch nicht so schnell drehten. als wäre sein leben ein film, der mit alldem hier nichts zu tun hat.
    ein berührender schnappschuss!

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    1. Ich glaube auch. Er stand da wirklich, und ich hatte das Gefühl, er hat für einen Moment die Orientierung verloren, weil er in Gedanken in der Vergangenheit war. In einem anderen Leben. In Sicherheit. Zuhause.

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  2. Verlorensein in solch einem großartigen schwarzweissen Urbandschungel fühlt sich sehr wahrscheinlich einsam an, aber es sieht einfach grandios aus. Vielleicht ist es aber auch einfach nur das Warten auf die nachmittägliche Teeverabredung, die sich einen Moment verspätet. Denn zwischen Verlorensein & Zusammenkommen liegt manchmal nur ein kleiner Moment.

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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    1. Oh ja. Mein Mann meinte auch: Wieso siehst du das so negativ? Vielleicht geht es ihm gut. Vielleicht geht er zu seinen Enkelkindern und wird einen wunderschönen Tag haben. Ach naja, warum konnte ich das nur nicht so sehen?

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  3. … oder wartet er nur darauf, dass die Ampel grün wird und er die Straße queren kann? Wir wissen es nicht, sind auf Spekulationen angewiesen oder besser:
    Die isolierte Rückenfigur vor der unscharfen Umwelt lädt uns ein zur Projektion, sie ist der Stellvertreter des Betrachters im Bild, und wir leihen ihr unsere Ideen, Wünsche, Ängste und Hoffnungen aus, erfinden ihr eine Gemütsstimmung und eine Gedankenrichtung, verlebendigen sie gewissermaßen. Und am Ende sagt das, was wir dann dazu denken oder schreiben, genauso viel über das Motiv wie über uns aus.

    Mir zeigt das Foto zunächst eine gewöhnliche Straßenszene, aber die Rückenfigur des alten Mannes weist zugleich auf ein Gefühl der Unbehaustheit hin, die jeden überall und zu jeder Zeit überfallen kann.

    Gruß, Uwe

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  4. So häufig ich mir dieses Foto heute auch anschaue und dabei sich immer wieder andere und neue Vorstellungen zu diesem Mann und seiner Situation in mir entwickeln … es bleibt dabei:
    Ich mag einfach, wie es für mich das Thema Heimat(losigkeit) ausdrückt.

    mb

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  5. Sehr schönes Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Der alte Mann nimmt seine Umgebung nur verschwommen wahr, wirkt wie eingetaucht in Gedanken, die Hände in den Hosentaschen, wie angewurzelt steht er da, fern vom lauten Treiben. Ob er zurückblickt? Löste das, was er sah, Erinnerungen aus? Wer weiß…

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