heimatlos # 11 – the feeling of moving

nothing like the feeling of moving with a bona fide motorized savior

© Am Kupfergraben, Berlin 2012 by Fritsch
Now if we all drove motor homes, well maybe in the end / With no country to die for, we could just be friends / One world as our highway ain’t no yours or my way / We’d be cool wherever we roam if Jesus drove a motor home (Jim White)

Pic: Copyright by Florian Fritsch
(Draufklick für groß)

Mehr über Florian Fritsch auf unserer Gästeseite und in seinem Blog (Link in der Seitenleiste).

13 Gedanken zu “heimatlos # 11 – the feeling of moving

  1. ein Bild, das es zu studieren gilt … die Kälte, der Wohnwagen vor dem hochherrschaftlichen Hause, das Haus, das ins Bild zu kippen scheint, die Kälte, die hastenden (?) Menschen, die Fernwärmeleitung … nur bei seinem Anblick sehne ich mich nach der warmen Stube, nach einem Menschen oder zwei, die mit mir gemeinsam Tee trinken – eine mich berührende Szene, danke dafür, bester Fritsch und herzliche Grüße

    Frau Blau auf dem Weg von hier nach dort …

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    1. Draußen kalt. Drinnen eine Liege für zwei, eine warme Kanne Tee & die Herzlichkeit der Zweisamkeit. Dessen bin ich mir sicher. So lässt sich das Unterwegssein aushalten.

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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  2. A snowy day: trübe, grau, kalt. Die Adresse, Am Kupfergraben in Berlin, ist nobel, direkt gegenüber der Museumsinsel. Auf der Straße sind nur wenige Menschen, dick eingepackt und vermummt. Am Straßenrand wurde ein Wohnmobil abgestellt, schon seit längerem, denn am Heckfenster ist ein Tag zu sehen. Eine alltägliche Straßenszene in der winterlichen Stadt.
    Der Songtext bezieht sich vornehmlich auf die „motor homes“ und das dazugehörige Gefühl der Bewegung. Er interpretiert das Unterwegssein als Ideal und Selbstzweck, weit entfernt davon, anzukommen und Beitzstände zu wahren und zu verteidigen.
    Bild und Text korrespondieren insofern, als sie uns anregen, über Mobilität und Stabilität, Fremde und Heimat, Bewegung und Sein nachzudenken. Wie weit wir dabei kommen, liegt – wie die Titelzeile verrät – am guten Glauben oder an der Gut-Gläubigkeit jedes Einzelnen.

    Gruß, Uwe

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    1. Der Charme des Gegensätzlichen & ein Platz in der kulturellen Mitte. So macht Transit Spaß. Aus der Enge der eigenen Behausung heraustreten & unmittelbar & direkt der großen Kunst in großen Bauwerken gegenüber stehen. Wer träumt nicht manchmal davon.

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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  3. Ein Wohnmobil kann zum Daheim oder zur Heimat werden, es bietet Freiraum auf kleinstem Raum, es gibt Geborgenheit und Sicherheit und schützt vor Kälte und Nässe, und durch die Unabhängigkeit wird das rollende Heim zum eigenen Refugium.

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  4. dein bild ist für mich die materialisierung des wortes „tristesse“ – wohl, weil ich winter und schnee nicht mag, weil ich kälte nicht mag und weil das bild in höchst verdichteter form diese traurigkeit des mitten-in-den-menschen-allein-seins sooo treffend abbildet.
    ein bild, dass mir richtig gänsehaut macht. > durchaus positiv gemeint!

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    1. Mittendrin & irgendwie allein, aber nicht einsam. Der erste Schritt ist aus der Tür, der zweite Schritt ist auf die Straße. Und nicht vergessen, die Sonne tragen wir im Herzen. Dann ist es auch im Winter nicht kalt.

      Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen, Fritsch.

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  5. Die festgemauerten Gebäude neigen sich zur Straße hin. Wollen sie das kleine individuelle Stück gestrandeter Heimat, das vor ihnen abgestellt wurde, nun erdrücken oder schützen? Vielleicht würden sie selbst gerne weiterziehen, nach Süden, wo das Wetter angenehmer erscheint …
    Ein wunderbares Bild zum Thema!
    Viele Grüße
    dm

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  6. Wenigstens the feeling of moving ist da, aber kann das möglich sein, an diesem doch unwirtlichen Ort? Ich fragte mich, was die oberirdischen „Rohre“ sollen, aber Frau Blau weiß es, es sind Fernwärmeleitungen (die ich nie gesehen habe). Doch die Menschen im Wohnwagen, die das Gefühl haben wollen, weiterzukommen, ohne anziehendes Auto, kriegen nichts von der Wärme ab. Sie gehören nicht dazu. Und können nicht einmal weiterziehen. Wenn wenigstens zwei Pferde vorbeikommen würden… Wirklich ein berührendes Foto!

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