Gäste-Pixartix – Hanne Siebers # 4

Postcards from Norfolk – Teil 4

Handarbeit am Holzklotz, einem Fundstück aus dem Meer.
Der dient heute als Tisch auf der Terrasse.

Pic: Copyright by Hanne Siebers
(Draufklick für groß)

Mehr über Hanne Siebers/Dina auf unserer Gästeseite und ihrem Blog. Morgen zeigen wir euch bereits das letzte Bild der Serie Postcards from Norfolk.

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13 Gedanken zu “Gäste-Pixartix – Hanne Siebers # 4

    1. Liebe Ulli,

      vielen Dank für dein Kompliment, das sind meine Hände 🙂

      Der Block besteht aus massiver Eiche und selbst nach zwei Jahren Austrocknen ist er noch derart schwer, dass ich ihn alleine nicht bewegen kann. Die Bergung war ein Abenteuer!
      Ja, das Meer schwemm so einiges an. Aber wir haben Glück, unsere Strände sind nicht voller Plastik sondern ziemlich sauber, auch kein Öl. Vor Jahren wurde ein Blauwal angeschwemmt, dem ich mich nur im Lee nähern konnte, sonst hätte ich mich vor Gestank erbrochen. Der ist aber nun unauffindbar unter dem angeschwemmten Sand begraben worden. Ein altes Holzwrack aus dem 17. Jh. gibt es an unserem Strand, in dem die Seehunde gerne spielen. Ansonsten hole ich alte Holzbalken vom Strand. Das kostet stets ein Flasche Whisky für den Warden, der der einzige ist, der mit seinem Trecker den Strand befahren darf. Unser Strand ist nämlich Naturschutzgebiet höchster Priorität, da sich dort die größte Nistkolonie für Seeschwalben (artic terns, common terns und sandwitch terns) in Europa befindet und eine große Seehund Kolonie. Und was ich oft sammele, sind Taue, die immer wieder angeschwemmt werden. Aber dieser Holzblock war schon ein großes Glück, allerdings auch ein Unglück, da ich mir bei seiner Bergung einen Bruch holte. Naja …
      Leider wird unser Strand immer größer. An der Haff-Nehrungsküste wird viel Sand angeschwemmt, so dass ich höllisch aufpassen muss, beim Bootsfahren immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben. Aber für ein paar Flaschen Whisky – das ist die Währung hier 😉 – baggert das Wasseramt uns die Fahrtrinne jährlich aus.
      Ich bin stolzer Besitzer einiger Funde vom Meer, z.B. zweier Schiffbalken aus dem Mittelalter, die in meinem Garten liegen. Das Holz verrottet nicht mehr, wenn es so lange im Meer gelegen hat. Deswegen war die Bevölkerung früher über die Aufteilung der Beute der Piraten froh, sie bekam nämlich das Holz der Schiffe. Es wurde mit Ochsen an den Strand hoch gezogen, wo es ein bis zwei Jahre bei diesem sonnigen Klima austrocknete, dann wurde es als Deckenbalken im Hausbau verwandt. Das war Goldes wert, da solches Holz immun gegen Holzwurm, dry rot und wet rot (sorry, ich weiß die deutschen Begriffe nicht) war.
      Liebe Grüße von der sonnigen Küste (wir haben eine Sonnenscheindauer wie am Mittelmeer)
      Klausbernd

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      1. lieber Klausbernd, ja! DAS sind deine Hände … das war sooo klar 🙂

        oh, und was du über den Strand schreibst, das schürt wirklich die Sehnsucht. Ich bin so ein Fan von Schwemmholz, was man damit alles Feines machen kann! Und wenn ich all die Bilder sehe und all die Infos zu deinem wunderbaren Wohnort lese, dann möchte ich doch einmal kommen und eine kleine Weile verweilen … who knows …?!

        liebgrüß zur guten Nacht Ulli

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